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Bus-Shuttle zur Mensa

Zahlreiche Mensen stehen Euch in Freiburg zur Verfügung – eine davon macht jetzt etwas länger „Mittagspause“: Die Mensa im Institutsviertel bleibt wegen Sanierungsarbeiten von Mai bis Oktober 2008 geschlossen. Aber verhungern müsst Ihr trotzdem nicht – für ausreichend Alternativen hat das Studentenwerk Freiburg gesorgt. Außerdem: Wir verlosen noch fünf Muldentabletts – gebraucht und kultig!


Von Rimma Gerenstein, Germanistik, Anglistik, Geschichte (Fotos: Silvia Cavallucci)


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Am letzten Tag vor dem Umbau konnte sich
jeder Mensabesucher mit einem roten
Punkt auf dem Tablett ein neues
für Zuhause bei Yvonne Wittrock (links) vom Studentenwerk abholen.

Das Tablett in die Luft gestreckt, den Blick erwartungsvoll auf die Unterseite gerichtet - diese Geste sah man häufig am letzten Tag bevor die Mensa Institutsviertel für den Umbau geschlossen wurde. Wer einen roten Punkt auf seinem Tablett fand, konnte es gegen ein neues umtauschen. Rund 250 der so genannten Prägetabletts, die in ihren Mulden seit den Anfangstagen der Mensa Fleischbällchen, Spaghetti und Co. warm gehalten haben, hat das Studentenwerk als kleines Andenken an die „alten Zeiten“ verschenkt. Ab Oktober dieses Jahres erwartet Euch die Kantine in neuem Aufzug.

Ran ans neue Buffet!

Seit Anfang der 1970er Jahre ist die Mensa in Betrieb. Klar, dass es da dringend Zeit wurde, die Kantine dem neuesten Stand anzupassen: „In fast vierzig Jahren hat sich die Esskultur ziemlich verändert“, sagt Renate Heyberger, stellvertretende Geschäftsführerin  des Studentenwerks Freiburg. Dazu gehören nicht nur die Teller, die die Plastiktabletts ablösen werden. „Viele Studierende haben sich mehr Auswahlmöglichkeiten beim Zusammenstellen ihres Mittagessens gewünscht“, erklärt Heyberger. Zwei verschiedene Tagesangebote, ein Salatbuffet, ein Grill- und Wok-Stand, und der „Free-Flow-Bereich“, in dem man nach Lust und Laune selbst bestimmen kann, was auf dem Teller landet: In Zukunft werdet Ihr in der Mensa Institutsviertel genauso viel Auswahl wie in der Mensa in der Rempartstraße haben.


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Küchenchef Erich Wickersheim wird seine Nudelstraße in der Mensa Institutsviertel vermissen.

Die Ergebnisse der Umbauarbeiten werden jedoch größtenteils nur „hinter den Kulissen“ sichtbar sein. Denn durch veränderte Bestimmungen im Brandschutz muss sich das gesamte Mensagebäude einer Sanierung unterziehen, um auch weiterhin sicheres Kochen und Essen zu gewährleisten. „Mit ein paar Feuerlöschern und ein bisschen Flickerei war das nicht mehr zu beheben“, sagt Renate Heyberger. So darf sich allein die Küche über eine neue Technik im Wert von 1,7 Millionen Euro freuen.

Der Küchenchef Erich Wickersheim wird so manches Gerät, das die Routine von 37 Jahren mitgemacht hat, vermissen – die „Nudelkochstraße“ zum Beispiel. Anfang der 70er Jahre haben die Studentenwerke Baden-Württembergs das Gerät in den Mensaküchen eingeführt. Die Haustechniker der Mensa Institutsviertel haben die Nudelmaschine im Laufe der Zeit „mit Spezialtricks zur Perfektion gebracht“, erzählt der Koch. Rund 150 Kilogramm Nudeln verwandelt die brodelnde Maschine in einer Stunde zu 2000 Portionen Pasta al dente. Jetzt ist - nicht nur - das Küchenpersonal auf die neue Ausrüstung gespannt.



Mitmachen und ein Muldentablett gewinnen:

Wir haben noch fünf Tabletts - echt gebraucht - gerettet und verlosen diese! Einfach bis 2.6.2008 eine E-Mail schreiben mit der Begründung, warum Ihr unbedingt noch ein Muldentablett braucht: studi-newsletter@pr.uni-freiburg.de. Unter allen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!


Wohin jetzt?

Während des Umbaus müsst Ihr weder Hunger leiden noch weite Wanderungen unternehmen:

Von Montag bis Donnerstag verkehrt zwischen 12.00 und 14.00 Uhr im 15 Minuten-Takt ein kostenloser Bus-Shuttle, der Euch vom Chemiehochhaus in der Albertstraße, direkt zur Mensa in der Rempartstraße bringt. Dort hat sich das Küchenpersonal mit Extra-Portionen schon darauf eingerichtet, dass mehr Gäste zu versorgen sein werden.

Dass jedoch das Essen oder der Platz nicht ausreichen, befürchtet Renate Heyberger nicht: „Wir haben Glück, dass der Umbau im Sommer stattfindet. So haben wir auf der Mensawiese zusätzliche Sitzmöglichkei-en und einen Grill, an dem wir noch mehr Speisen servieren.“ Außerdem bieten die Kantine der Oberfinanzdirektion in der Sautierstraße und die Kantine der Katholischen Fachhochschule in der Karlstraße ebenfalls ein „klassisches Mittagsangebot“ an. Allerdings gibt es das Mittagsessen in den Ausweichquartieren nicht zum gewohnten Uni-Preis:

In der Sautierstraße kostet das Tagesgericht für Studierenden 2,95 Euro (Mitarbeiter/innen 3,50), der Schnelle Teller 2,50 Euro. In der Kantine der Katholischen Fachhochschule müsst Ihr 3,75 Euro für ein Mittagessen hinblättern. Wer sich allerdings überhaupt nicht vom gewohnten Institutsviertel entfernen möchte, kann zwischen 11.30 und 13.30 Uhr vor dem Westeingang der Mensa für 2 Euro mit Sandwiches seinen Hunger stillen.



Abschieds-Stimmen aus der Mensa



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Hermann: „Ich bin oft in der Katholischen Fachhochschule, aber da wird mir das Mittagessen mit fast vier Euro pro Tag zu teuer. Ich denke, dass ich mit dem Fahrrad zur Mensa in der Rempartstraße fahren werde.“
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Magdalena und Silke: „Ohne die Mensa hier werden wir fasten! Oder wahrscheinlich nicht so viel warm essen.“
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Jutta Seibert: „Ein bisschen traurig bin ich heute schon, denn ich habe in dieser Mensa seit 25 Jahren jeden Tag gegessen und es hat mir immer sehr gut geschmeckt!“
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Joachim: „Ich fand die Muldentabletts total praktisch, da hatte man alles einzeln geordnet vor sich liegen. Ich habe auch ein Tablett gewonnen und werde es mir als Erinnerung in die Küche stellen.“
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Stefan: „Ich komme seit sechs Jahren eigentlich jeden Tag hierher, deswegen ist es für mich eine kleine Umstellung, dass ich jetzt auf andere Mensen ausweichen muss. Der Weg in die Rempartstraße ist schon etwas umständlich.“
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Tim und seine Mama:
Auch der kleine Tim wird sich ein anderes Plätzchen für das Mittagessen suchen.
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Julia: „Eigentlich finde ich hier alles ganz in Ordnung, außer der Essensorganisation. Ich hoffe aber auf jeden Fall, dass die schönen Lampen in der Mensa hängen bleiben, die haben nämlich eine geniale geometrische Form. Und dass die nette Frau vom Salatbuffet weiterhin hier arbeiten wird. Sie ist so unglaublich freundlich, dass meine Freunde und ich ihr bei inoffiziellen Abstimmungen schon mehrere Preise verliehen haben!“
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Johannes und der rote Punkt:
„Ich bin sehr glücklich, ein Tablett bekommen zu haben. Ich wollte unbedingt eins haben und habe mich die ganze Zeit gefragt, wie man es bekommen kann. Dann habe ich den roten Punkt auf meinem Tablett entdeckt…Ich habe auch schon eine Verwendung dafür: Ich werde Marzipan in den Mulden verteilen, es schön einpacken und meiner Mutter schenken.“


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