Pferdebegeisterte willkommen
Beim Uni-Hochschulsport kann man so einiges machen: Kajakfahren, Capoeira, Yoga oder auch Reiten. Vor eineinhalb Jahren haben nämlich ein paar pferdebegeisterte Studentinnen die Uni-Reitergruppe wieder belebt, nachdem die Tradition für ein paar Jahre fast eingeschlafen war. Vom 30.5. bis 1.6.2008 richtet ein Team sogar zum ersten Mal ein Reitturnier aus. Wer Tipps und Infos zum Reiten braucht oder einfach nur Gleichgesinnte sucht, ist herzlich willkommen.
Von Verena Schwald, Politik und Englisch
Die Reitergruppe hat einen festen Kern von sechs bis acht Studentinnen (Männer gibt’s im Moment keine), und um die 20 Leute, die immer mal wieder vorbeischauen. Zum Turnier am 30.5. / 1.6.2008 laden die Freiburger Reiterinnen sechs weitere Hochschulteams aus ganz Süddeutschland ein. So läuft das beim Hochschulreitsport: Ein Team lädt ein und nur wer selbst einlädt, wird auf Dauer auch von den anderen Mannschaften eingeladen.
Drei Reiter ein Pferd
Die Reitanlage in Kenzingen hat die Gruppe für das Turnier angemietet. "So ein Turnier zu organisieren, ist eine ganz schöne Aufgabe", sagt die 22-jährige Angelika Trübswetter. Zum Beispiel weil Sponsoren gefunden werden mussten. Das Schwierigste war es aber, genügend Pferde aufzutreiben. Da es Tradition ist, dass bei einem Studentenreitturnier nicht auf den eigenen Pferden geritten wird, muss das Freiburger Team Tiere bereitstellen. „Aber kein Besitzer gibt sein Tier gern an ein paar Studenten", sagt Angelika. Sie ist erleichtert, dass es trotzdem geklappt hat.
Beim Turnier "teilen" sich pro Wettkampfrunde jeweils drei Reiter ein Pferd. Wer den Richtern das Tier am besten vorstellt, schafft es eine Runde weiter. Die Finalisten reiten dann auch auf demselben Pferd. Beim Turnier werden zwei Disziplinen, Springen und Dressur, geritten. Wer viele Hochschulturniere gewinnt, kann damit Punkte sammeln um zur Qualifikation für die Deutschen Hochschulmeisterschaften zugelassen zu werden.
Keine Pferde von der Uni
Für’s Mitmachen bei der Reitergruppe braucht man weder ein Abzeichen noch ein eigenes Pferd. Die meisten Mitglieder haben nämlich auch kein eigenes Tier. Angelika hat eine sogenannte "Reitbeteiligung" in Au, das heißt sie hat dort für eine bestimmte Zeit in der Woche ein Pferd von dessen Besitzer "gemietet". Natürlich ist das nicht wie bei einem Mietauto. Die Beziehung zum Tier ist eng. Lavinia, so heißt die Stute, „ist sehr sensibel und reagiert sehr stark auf mich“, erzählt Angelika. Dadurch helfe sie der quirligen Bayerin, ruhiger zu werden. „Denn wenn ich hektisch bin, ist Lavinia das auch“, sagt sie.
Die Bindung an das Pferd sei das Faszinierende am Reiten, stimmt auch Kathrin Haas zu. Sie hat im Moment ein eigenes Pferd. Das sieht sie aber nur am Wochenende, denn Tinto steht in einem Stall in Stuttgart. "Viele Leute denken, dass die Uni Pferde hat, auf denen wir reiten können", erzählt Angelika. Das sei leider nicht so. Jeder habe sein Pferd oder seine Reitbeteiligung an einem anderen Ort.
Deswegen können die Mitglieder der Reitgruppe nur ganz selten zusammen ihrem Hobby nachgehen. Sie freuen sich aber, sich beim Stammtisch zu treffen und ein paar Mal im Semester auf Studentenreitturniere in ganz Deutschland zu fahren, sagen die Reiterinnen.
Pferdefreunde sind herzlich willkommen
Neue Pferdebegeisterte, die Tipps brauchen oder einfach nur Anschluss in Freiburg suchen, können gerne vorbeikommen.
Treffen: Immer jeden zweiten Dienstag im Monat (gerade Wochen), das nächste Mal am 27. Mai 2008, ab 21 Uhr, in der Kneipe "alter Simon" in der Konviktstraße 43.
Kontakt: angelika.truebswetter@gmx.de
Mehr Infos zum Hochschulreitsport: www.Deutscher-akademischer-Reiterverband.de
