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Königskinder und The Doors

Was habt Ihr für euer letztes Referat bekommen? Eine Note, schon klar. Aber sonst? Kinokarten, Wellness-Gutscheine, Konzert-Tickets? Oder etwa gar nichts? Dann solltet Ihr Euch vielleicht mal ans Zentrum für Schlüsselqualifikationen wenden: Das hat zu seinem fünften Geburtstag die besten Arbeiten von Studierenden prämiert.


Peter Wieczorek, Jura


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Julia Kielmann (links) und Dunja Beck vor
ihrem ausgezeichneten The Doors CD-Booklet.

Foto: Peter Wieczorek

Die Gewinnerin des Abends hieß Julia Kielmann. Zuerst gewann "das ultimative The Doors CD-Booklet", erstellt von Julia und ihrer Kommilitonin Dunja Beck, in der Kategorie "Jubiläums-Ausstellung" einen von zwei ersten Preisen. Dann räumte die Skandinavistik- und Germanistik-Studentin mit einer Kurzgeschichte auch noch den Hauptpreis in der Kategorie "Texte" ab.

"Es waren zwei Königskinder" handelt von der 17-jährigen Lena, die von Schuldgefühlen geplagt wird, seit ihre kleine Schwester vor Jahren bei einem Badeunfall gestorben ist. Die Situation eskaliert, als die Familie bei einem Schüleraustausch Besuch von einem Mädchen bekommt, das ebenso alt ist wie die verstorbene Schwester.

 Als Preis gab's zwei Karten für ein Konzert der Band Turbostaat. "Deutscher Punkrock – genau meine Musik", freute sich Julia. Sie hatte die Geschichte verfasst für eine Veranstaltung für Kreatives Schreiben, angeboten vom Zentrum für Schlüsselqualifikationen.

 
Neuer Abschluss, neues Zentrum


Das ZfS prämiert jedes Jahr Projekte von Studierenden – mit Hilfe von Sponsoren, ohne Studiengebühren. Diesmal kam noch die Jubiläums-Ausstellung dazu. Zwei Tage lang wurden Arbeiten präsentiert, die Studierende in den Veranstaltungen des Zentrums angefertigt hatten. Die Besucher stimmten ab und kürten so die besten Projekte und Arbeiten seit Gründung des ZfS vor genau fünf Jahren.


Berufsfeldorientierte Kompetenzen gefragt


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 Und noch einmal Julia Kielmann: Für ihre Kurzgeschichte "Es waren zwei Königskinder" erhielt sie den ersten Preis in der Kategorie "Text".

Foto: Peter Wieczorek

Damals richtete die Uni den ersten Bachelor-Studiengang "Instructional Design" ein und musste die Studierenden entsprechend der Leitlinien des Ministeriums mit Modulen für berufsfeldorientierte Kompetenzen versorgen. Also wurde das Projekt ZfS entwickelt. Der Senat beschloss die Einrichtung eines fakultätsübergreifenden Zentrums, das Land bewilligte Fördermittel.

Im Wintersemester 2002/2003 gab es erstmals zehn Veranstaltungen. Schon damals unterrichteten sowohl Uni-Angehörige als auch Lehrbeauftragte aus Unternehmen am ZfS. Das führte zu Kontakten zur Berufswelt, zu Praktikumsverträgen und Nebenjobs.


Interdisziplinäre Kontakte ermöglichen


Mit der Zahl der Bachelor-Studierenden wuchs das Angebot. Inzwischen haben mehr als 9.000 Studierende an über 600 Veranstaltungen teilgenommen. Allein in diesem Semester gibt es mehr als 130 Module zu Management-, Medien-, Fremdsprachen-, Kommunikations- und EDV-Kompetenz. Verena Saller, ZfS-Geschäftsführerin, betont die Vorteile einer zentralen Einrichtung der ganzen Uni: "In unseren Veranstaltungen arbeiten Studierende aus unterschiedlichsten Fächern zusammen und lernen, sich über Fachgrenzen hinweg auf gemeinsame Ziele und Arbeitsschritte zu verständigen. Dies ist ein gutes Abbild der späteren Berufssituation."

 
Belegverfahren? Wir arbeiten dran.

 
Die Kehrseite: Wenn alle Studierenden Zugriff auf die gleichen Veranstaltungen haben, kommt es bei Beginn der Belegfrist zum großen Ansturm. "Im vergangenen Semester hatten wir nach 20 Minuten 80 Anmeldungen für ein neues BWL-Modul", berichtet Saller und fügt hinzu: "Wir möchten nicht, dass die Studierenden, die nachts aufbleiben oder die schnellste Internetverbindung haben, gegenüber anderen im Vorteil sind – auch wenn bei unserem Belegverfahren nicht nur der Zeitpunkt der Belegung über die Teilnahme entscheidet." Das ZfS arbeitet mit den Systemverantwortlichen an der Umstellung auf ein Losverfahren, bei dem es nicht mehr auf den Belegzeitpunkt ankommt (s. auch Newsletter 4/2008). Ob diese neue Lösung schon zum nächsten Semester einsatzbereit ist, steht noch nicht fest. Aber wenn es so weit ist, steht einem Ticket-Gewinn jedenfalls nicht mehr die lahme Internet-Verbindung im Weg.



Hier geht's zu den Gewinnern und Preisen: www.zfs.uni-freiburg.de











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