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… Cambridge

Morgens sieben Uhr in Cambridge. Der Feuermelder über meinem Bett geht plötzlich los und piepst, was das Zeug hält. Nichts wie raus aus dem Bett, schnell eine Jacke übergezogen und die vier Stockwerke hinunter zum Ausgang. Es ist Februar, es ist kalt und es ist viel zu früh…


Von Beatrice Kuri, Englisch, Italienisch und Geschichte, macht gerade ein Auslandssemester in England


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Touristenattraktion in Cambridge: Die King's College Chapel, die zur Cambridge University gehört.

Foto: Beatrice Kuri

Die Bewohner stehen im Schlafanzug im Eingangsbereich des Wohnheims. Genervte Blicke gehen von einem zum anderen. Entwarnung - mal wieder - hat jemand sein Essen auf dem Herd vergessen und der Qualm hat den Feuermelder ausgelöst. Willkommen in England. Sicherheit wird in diesem Land groß geschrieben. Und daher kommt keine Uni, kein Privathaushalt, nicht einmal ein Modegeschäft ohne ihn aus, den berühmt berüchtigten Feueralarm.

Als „Alarmexpertin“ lasse ich mich mittlerweile nicht mehr aus der Ruhe bringen. Jetzt kann ich ohnehin nicht mehr schlafen und gehe erst einmal frühstücken. Die anderen scheinen doch wieder den Weg in ihr Bett gefunden zu haben. Folglich habe ich die Küche für mich allein. Normalerweise benutzen wir die Küche zu viert, dementsprechend sieht sie leider manchmal auch aus.

Weiterer positiver Nebeneffekt des frühen Aufstehens: Ich habe freie Bahn in den Duschen. Vier Duschen für 20 Leute, das kann manchmal zu Problemen führen.


Studieren an der Anglia Ruskin University...



Nach dem Tinnitus-fördernden Start in den tristen Morgen mache ich mich in die Innenstadt auf. Im Gegensatz zu seinem Wetter ist Cambridge eine wunderschöne Stadt mit unglaublich tollen Gebäuden - so etwa dem King’s College - die ich mir immer wieder gerne ansehe. Die berühmte Cambridge University ist einen Besuch wert, die vielen zentral gelegenen Colleges und ihre Gärten sind ein Traum. Hier wird jede Shoppingtour zu einem Sight-Seeing-Trip.

Eine Stadt in England ohne die roten Telefonzellen? Nein, nicht einmal in Cambridge dürfen die fehlen.

Aber da fällt mir auf meinem Sight-Seeing-Trip was ein: Das Studieren sollte ich vielleicht nicht ganz vergessen. Also gehe ich zurück zu meiner Uni, die Anglia Ruskin University. Sie wirbt mit dem schönen Satz: „Not just an old university in Cambridge“. Sie existiert eigenständig neben der Cambridge University. Darauf sind die Studierenden und Dozierenden der Anglia auch mächtig stolz. Nach einem spannenden Aufenthalt zwischen den Bücherregalen der Bibliothek will ich noch etwas typisch Englisches sehen. Also, auf in den nächsten Pub. Die Auswahl fällt schwer, aber definitiv einen Besuch wert ist „The Eagle“. Bei einem Guinness oder Strongbow lässt sich über die Eigenheiten des Landes diskutieren.

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Internationaler Austausch im Pub.
Beatrice Kuri (1. von links) ist für ein
Semester an der Anglia Ruskin University als Erasmus-Studentin.

Foto: Beatrice Kuri


… und zum Feiern ins „Revolution“


Was haben wir heute für einen Tag? Mittwoch? Gut, danach gibt es abends noch die Disco „Revolution“ zu testen. Hier achten die Türsteher penibel darauf, dass nur Studierende in den „Vergnügungstempel“ hineingelassen werden. Irgendwann ist es zwei Uhr morgens: Zeit zu gehen, denn länger darf man hier nicht im Club bleiben, zumindest nicht an einem Mittwoch. Also machen wir uns auf den Weg.

Todmüde lege ich mich nach diesem ereignisreichen Tag ins Bett. Wir haben drei Uhr morgens. Der Wecker auf meinem Nachtisch tickt. Plötzlich stehe ich im Bett: Der Feuermelder piepst wieder, was das Zeug hält…






Want to know more?

Beatrice Kuri ist für ein Semester als Erasmus-Studentin an der Anglia Ruskin University (ARU) eingeschrieben. Da sie Englisch studiert, hat sie den Platz über das Auswahlverfahren der Anglistik bekommen. Die ARU bietet neben literaturwissenschaftlichen Kursen auch ein breites Spektrum an Kursen im Bereich „Business“ an. Auch den sozialen Bereich deckt das Studien-Angebot der ARU ab. Es gibt für internationale Studierende immer wieder Möglichkeiten an Ausflügen, in weiter entfernte englische Städte teilzunehmen. Mehr erfahrt Ihr auf der Homepage der ARU: www.aru.ac.uk


Infos zu Erasmus findet Ihr unter www.verwaltung.uni-freiburg.de/europa


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