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Alumnus, Alumna, Alumni

Schöne Studienzeit adé, heißt es gegen Ende des Semesters für einige von Euch. Denn dann beginnt das Berufsleben - meist im Alleingang und in einer fremden Stadt. Doch auch wenn ihr keine Studierenden mehr seid und nicht mehr in Freiburg wohnt, könnt Ihr den Kontakt zur Uni halten und davon profitieren - verspricht ‚Alumni Freiburg’.


Von Stefanie Fehn, Spanisch, Italienisch, BWL



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Studium zu Ende? Mit der Uni in Kontakt bleiben!

Allein für die Deklination des Wortes bräuchte man ein Studium: Der ehemalige Studierende wird als Alumnus, auf Lateinisch der Zögling, bezeichnet. Dessen weibliche Form ist die Alumna, deren Plural die Alumnae darstellen. Redet man von mehreren Frauen und mindestens einem Mann handelt es sich nach der lateinischen Sprachregelung um die Alumni. Und um diese kümmert sich seit 1997 die Stabsstelle Alumni Freiburg unter der Leitung von Rudolf-Werner Dreier.

Das Rektorat gründete das Alumni-Büro, um den Kontakt zu ehemaligen Studierenden zu pflegen und eine stärkere Bindung zur Universität zu fördern: „Ich erinnere mich noch an mein Examen. Es gab keine richtige Abschlussfeier und als ich das Schild am KG II ‚Zutritt nur für Befugte' las, hatte ich das Gefühl, meine Uni verloren zu haben“, erzählt Dr. Cornelia Staeves, Leiterin des Alumni-Büros.

Genau das verhindert sie heute, indem sie und ihr Team sich um den Kontakt zu ehemaligen Freiburger Studierenden aller Fächer, Nationen und Generationen kümmern, darunter Alfred Biolek, Wim Wenders und Barbara Salesch.


Unterstützung von Ehemaligen
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Cornelia Staeves leitet das Freiburger Alumni-Büro und freut sich über viele "neue" Ehemalige.

Foto: Stefanie Fehn

Mittlerweile hat das Alumni-Büro von geschätzt rund 200.000 Ehemaligen bereits 78.000 Adressen zusammengetragen. Dabei profitieren Studierende ebenso wie Alumni von dem Netzwerk: Die Alumni, bereits im Berufsleben stehend, vermitteln den Studierenden Jobs, helfen bei der Suche nach Praktika und referieren selbst über Berufsmöglichkeiten.

Zudem unterstützen sie studentische Projekte wie Pflichtexkursionen, Ausstattungen von Bibliotheken und helfen Doktoranden mit Druckkostenzuschüssen. „Es gab bereits den Fall, dass ein Doktorand nicht einmal mehr Geld für Essen aufbringen konnte, da er alles für die Publikation seiner Dissertation verwendet hatte. Daraufhin hat sein Doktorvater bei uns angerufen. Die Publikationskosten hat der Förderverein Alumni Freiburg e.V. innerhalb von zwei Stunden übernommen“, so Staeves.


Verbundenheit mit der Uni stärken


Um Spendengelder für die Projekte aufzutreiben, startet Alumni regelmäßig Spendenaufrufe in dessen Newsletter im Freiburger Uni-Magazin. „So konnten wir den Peterhofkeller mit einer Bühne ausstatten und den Lehrpavillon auf dem Schauinsland errichten.“ Als Grund für die Hilfsbereitschaft und das Interesse der ehemaligen Studierenden nennt Staeves eine starke Verbundenheit der Alumni mit ihrer Universität.

Für viele sei die Studienzeit die schönste Zeit ihres Lebens, an die man sich gerne erinnere. Deshalb bietet Alumni Freiburg als Service auch die Suche nach alten Freunden: „Vor zwei Jahren suchte ein ausländischer Alumnus seine Studienfreundin, die er vor über 50 Jahren durch ein Missverständnis aus den Augen verloren hatte. Er wusste nur noch ihren Vornamen und was sie studiert hat. Wir haben sie gefunden und die beiden haben sich nach einem halben Jahrhundert wiedergesehen,“ so Staeves.

Um Treffen wie diese zu fördern, veranstaltet Alumni Freiburg seit 1998 in unregelmäßigen Abständen ein dreitägiges Meeting für alle Alumni, um diese wieder in die Universität zu integrieren. Neben Einladungen in alle Fakultäten stehen unter anderem der traditionelle Mensa-Milchreis, eine Begrüßung durch den Rektor und den Freiburger Oberbürgermeister, der Uni-Sommerball und eine Stadtführung auf dem Programm.


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Führungen, Kontakte, Austausch -  das bietet die Mitgliedschaft bei Alumni Freiburg.

Clubs von Freiburg bis New York

Dem Alumni-Büro ist der Förderverein Alumni Freiburg e.V. angeschlossen, der zirka 1400 Mitglieder zählt. Diese sind nach Studienabschluss drei Jahre beitragsfrei, danach zahlen sie 55 Euro pro Jahr. Die Beiträge dienen studentischen Forschungsprojekten, die Mitglieder bekommen regelmäßig Einladungen zu Treffen sowie das Uni-Magazin kostenlos zugesendet.

Mittlerweile haben sich auch regionale Alumni-Clubs der Freiburger Universität in verschiedenen deutschen Städten, sowie im Ausland gegründet. „In New York entsteht gerade ein neuer“, so Staeves.

Die Clubs haben besonders für Berufseinsteiger Vorteile. „Nehmen wir an, man hat einen neuen Job in einer fremden Stadt. Man kennt noch niemanden und weiß nicht, was man in seiner Freizeit unternehmen soll. Man kann dann den Clubpräsidenten ansprechen, der vermittelt einem Kontakte und diese helfen, Fuß zu fassen.“

Zudem gibt es drei bis fünf Mal pro Jahr ein Club-Treffen. „In einem dieser Clubs haben sich zwei ältere Herren nach über 60 Jahren wieder getroffen. An dem Abend haben sie erst mal ihr gesamtes Berufsleben durchgesprochen“, berichtet Staeves. Dabei kann gerade im Ausland ein Alumni-Club Vorteile mit sich bringen: „Eine Alumna ist beruflich nach Korea gegangen. In der geschlossenen Gesellschaft Asiens wurde sie im Club sofort herzlich aufgenommen.“


Mentoring, Exptertenaustausch, Internationale Netzwerke


Das ist aber noch nicht alles: Alumni Freiburg bietet mittlerweile zusammen mit dem Career Center internationales Mentoring an. In diesem Zusammenhang hat Alumni ein Projekt mit einem Alumnus in Kalifornien gestartet. Der Professor für Notfallmedizin betreute einen Freiburger Medizin-Studenten bei dessen Famulatur in seiner Klinik. „Das war ein Austausch über Generationen hinweg. Beide waren begeistert.“

Ferner hat Alumni mit der Hochschule Furtwangen in Brasilien das Weiterbildungsprojekt Alumni-net-live initiiert. Dabei handelt es sich um ein vom DAAD gefördertes Seminar über Krankenhaushygiene und Umweltschutz, das über die Alumni-Kontakte einen internationalen Expertenaustausch ermöglicht. Die Vorträge können die Freiburger Alumni im Internet einsehen. „Wir planen daraus ein E-Learning-Modul mit Zertifikat zu entwickeln.“

Das Seminar findet dieses Jahr in Kamerun statt, im kommenden Jahr soll es in der Volksrepublik China fortgesetzt werden. „Hier sieht man, dass besonders das internationale Netzwerk noch sehr viel Potenzial hat“, so Staeves. „Wir brauchen nur genug Mittel, um das weiter aufzubauen.“


Weitere Informationen unter www.alumni.uni-freiburg.de oder per E-Mail: alumni@uni-freiburg.de


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