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Noch 19 Mal schlafen, dann geht’s los!

Wie lange brauchen 450 000 Bücher, um umzuziehen? Kann man in der Übergangs-Bibliothek überhaupt arbeiten? Und muss man jetzt für jede einzelne Buchausleihe bis an den Stadtrand fahren? Hier erfahrt Ihr, was Ihr über den UB-Umzug wissen solltet. Mit Bildgalerie.


Von Doreen Fiedler, Linguistik und Geschichte

 

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Ab dem 6. Oktober 2008 wird der Umzug abgeschlossen und die UB 1 geöffnet sein.


Fakt ist: Vom 21. September bis zum 5. Oktober 2008 geht gar nichts. Das ist wie Wochenende und Weihnachtspause zusammen: UB geschlossen. Während Ihr Eure Hausarbeiten zu Hause schreibt, Euch in andere Bibliotheken verkriecht und im Urlaub Reisebücher lest, gehen die Bücher auf Reise. Ein ganzes Konsortium aus Umzugsfirmen arbeitet zwei Wochen lang im Vollbetrieb, um die Bücher aus der Innenstadt in die Stadthalle zu bringen, erklärt Professor Albert Raffelt von der Universitätsbibliothek.


UB ist dann UB 1 und UB 2


Dabei ist der Hauptumzug der Lesesäle, des Freihandmagazins, der Lehrbuchsammlung und der Informationsdienste in das Bibliotheks-Provisorium der Stadthalle nur ein Teil des Gesamtpakets. Dieser Teil heißt jetzt UB 1. Ein Großteil der UB 2 hingegen ist schon umgezogen. Im alten Verwaltungsgebäude des Schluchseewerks, neben der Mensa Hochallee, befinden sich in Zukunft das Rechenzentrum, das New Media Center, die Sonderlesesäle und die Verwaltung. Besonders praktisch: Ab dem 6. Oktober könnt Ihr nach dem Mittagessen das bestellte Buch gleich abholen, in einem Container im Innenhof zwischen Mensa und UB 2. Denn die Magazinbestände bleiben in den beiden Tiefgeschossen der bisherigen UB und werden von dort aus an die Ausleihstelle im Container geliefert. Wahlweise auch in die 1954 eröffnete Stadthalle am Alten Messplatz, also in die UB 1.


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Noch sind die Regale leer: Karl-Heinz Bühler, Uni-Bauamt, und Michaela Schöffel, Projektleiterin Umbau Stadthalle, in der UB 1. Der Umzug beginnt am 21. September.

600 Leseplätze, viel Licht und Luft


Die UB 1 kann aber noch mehr als massenweise Bücher in sich aufnehmen und wieder ausspucken. 600 Leseplätze wurden in ihrem riesigen Bauch untergebracht – das ist zwar nur halb so viel wie bisher, dafür hat dort der Geist endlich mal Luft und Raum, um sich zu entfalten. Auf dem Boden wurde weicher Teppich verlegt, die Lüftung funktioniert einwandfrei und durch die riesigen Fenster fällt jede Menge Licht. „Die Studierenden sind hier gut aufgehoben“, versichert denn auch der Leiter des Universitätsbauamtes, Karl-Heinz Bühler.


Zum Arbeiten lädt zum Beispiel das neu errichtete, 400 Quadratmeter große Stahlpodest mitten in der Halle ein, auf dem 200 Arbeitswillige Platz finden. Hinzu kommen Leseplätze auf den Emporen - jeder mit eigener Leuchte - von wo aus Ihr die ganze Halle überblicken und Euren Kommilitonen auf dem Podest zuwinken könnt. In den Seitenflügeln gibt es ebenerdige, also rollstuhlgeeignete Arbeitsplätze, beim Eingang außerdem blindengerechte Arbeitsplätze, und wer es ganz exklusiv mag, kann an der Glasfront über dem Eingang Platz nehmen – mit Blick auf den Weinberg, den Schwarzwald und das Dreisamtal.

Freihandmagazin im ehemaligen Stuhllager

Unter dem Podest, auf dem Hallenboden also, wo kürzlich noch zu US5 oder Rosenstolz gerockt wurde, erstrecken sich die Regalreihen der bisherigen Lesesäle 1 und 2 mit all den Büchern und Zeitschriften. Das verkleinerte Freihandmagazin wurde in das ehemalige Stuhllager im Keller gepackt, es ist erreichbar über eine neue Treppe, für die der Hallenboden durchbrochen wurde. Auch auf der ehemaligen Bühne stehen keine Stars, sondern Bücher, schließlich mussten die Semesterapparate und Musiktonträger (CDs, Kassetten) auch mit rein.

Computer-Arbeitsplätze, Kopierer, Scanner, W-Lan – rund um die Uhr

Und sonst? Rundumversorgung mit etwa 250 Computer-Arbeitsplätzen, Kopierern, Scannern und natürlich auch WLAN im ganzen Haus. Nur eine Garderobe, die wird es nicht mehr geben, dafür aber über 500 große Schließfächer. Mit der Uni-Card kommt Ihr rund um die Uhr in die Stadthalle, sieben Tage die Woche. Das Ausleihen ist von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 18 Uhr möglich. Infoservice am Schalter gibt es ab 9 Uhr, samstags ab 10 Uhr - Änderungen im Laufe der Zeit möglich. Wenn das Bibliothekspersonal nach Hause gegangen ist, wird ein Wachmann am Eingang sitzen und aufpassen, dass niemand Bücher klaut. Er ist auch zuständig, wenn jemand in einer nächtlichen Panikattacke auf einen der Notschalter drückt, die überall im Gebäude vorhanden sind.

 

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Viel Licht und Luft: Die Stadthalle ist UB 1.

Kaffee, Brötchen, Fitnessstudio


Für Nöte anderer Art ist das Studentenwerk zuständig – in der alten „FreiburgBar“ soll es bald auch Essen geben. Tagsüber ist eine Theke geöffnet, an der Ähnliches angeboten werden soll wie in der alten UB: Belegte Brötchen und viel Kaffee. An den Tischen der Cafeteria, die voraussichtlich nur von der Bibliothek her zugänglich sein wird, können sich übrigens auch Lerngruppen treffen. Und für die nächtlichen Arbeiter unter Euch, wird es bei geschlossener Rolltheke ein paar Automaten geben, erst einmal nur mit Getränken. Vielleicht auch bald mit Snacks? „Wir richten uns da nach dem Bedarf der Studierenden“, sagt Renate Heyberger vom Studentenwerk.


Aus der Welt ist man ja nicht. Das Zentrum Oberwiehre liegt direkt nebenan, mit Supermarkt, Drogerie, einem Eiscafe und sogar einem Fitnesscenter. Ein paar alteingesessene Kneipen und Restaurants befinden sich in Laufweite und drei findige Jungunternehmer haben den alten Kiosk zwischen Stadthalle und Musikhochschule gekauft, in dem sie ab Mitte September Freiburgs ersten Bio-Kiosk betreiben. Dieser liegt direkt an der Straßenbahnhaltestelle der Linie 1, mit der Ihr in sieben Minuten von der Innenstadt an der neuen UB seid. Nur Sonderkonditionen für die Verbindung zwischen Universität und Stadthalle, die gibt es mit der VAG Freiburg leider nicht.


Ab 6. Oktober 2008 ist die UB 1 geöffnet.


Ein paar Eindrücke zur neuen UB? Hier geht's zur Bildgalerie


Fragen und Antworten...

... zum Umzug gibt es auf der Homepage der UB

 

Infos...

... zur neuen UB und zum Umzug findet Ihr auch im Studierenden-Newsletter 2/2008

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