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Exzellente Lehre!

Exzellent hoch zwei ist die Uni Freiburg seit gestern: In der Exzellenzinitiative wurde sie bereits für ihre Forschung ausgezeichnet, jetzt hat sie im bundesweiten Wettbewerb „Exzellente Lehre“ gewonnen – unter anderem durch die Unterstützung von Studierenden.

 

Von Benjamin Klaußner, Pressestelle Uni Freiburg

 

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Im Bundeswettbewerb "Exzellente Lehre" wurde die Uni Freiburg ausgezeichnet.
 
Foto: Peter Mesenholl

Es hatte Ähnlichkeit mit einer Prüfungssituation: Fünf Überzeugte aus Freiburg präsentierten ihre Ideen. Ihnen gegenüber saßen 20 Lehr-Experten aus aller Welt. Aber statt um eine gute Note ging es um eine Million Euro und den Titel „Sieger im Wettbewerb Exzellente Lehre“.

Die Konkurrenz war hart: Insgesamt 108 Hochschulen aus ganz Deutschland hatten sich beworben. Am Ende zeichnete der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sechs Universitäten und vier Fachhochschulen aus.

Die Uni Freiburg überzeugte mit ihrem Lehrkonzept „Freiräume für das Studium – Windows for Higher Education“. Daran arbeiteten seit Januar 2009 verschiedene Stellen der Universität: Der Prorektor für Lehre, Prof. Dr. Heiner Schanz, die Abteilung Lehrentwicklung, die Studiendekane und die Studierenden der Senatskommission „Studium und Lehre“.

 

Erfolg durch Studierende


Alle Beteiligten waren sich einig: Einer der wichtigsten Gründe für den Freiburger Erfolg war die gute Einbindung der unmittelbar von der Uni-Lehre Betroffenen. Die vier Studierenden der Senatskommission wurden von Anfang an um ihre Unterstützung und ihre Ideen gebeten.

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Das Team aus Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni feiert gemeinsam das Ergebnis.

Foto: itz

Gemeinsam mit Prorektor Schanz reiste ein Team aus Studiendekanen, Mitarbeitern und Studierenden zur Präsentation nach Berlin. Julia Bohlen, Lehramtsstudentin der Fächer Mathematik und Geschichte im 7. Semester, schilderte den Jury-Mitgliedern ihre studentische Sicht des Konzepts. Lukas Bischof, Psychologiestudent im 10. Semester, war hinter den Kulissen aktiv.

Die Beteiligung von Studierenden war in der Ausschreibung des Wettbewerbs ausdrücklich gefordert worden, aber nicht alle Hochschulen setzten diese Vorgabe konsequent um.

„Viele Unis hatten nur ‚Quotenstudierende’. Wir dagegen wurden voll integriert als Experten unseres eigenen Lehrbedürfnisses. Und wir sind als Team aufgetreten“, erzählt Lukas Bischof. „Die Jury legte großen Wert auf die Studierenden: Sie fragte sie direkt und kritisch, was sie vom Konzept ihrer Uni halten.“

 

„Lehrjahr“ für Lehrende, „Forschungsjahr“ für Studierende


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Als Experte mit dabei: Psychologiestudent Lukas Bischof.

Foto: Benjamin Klaußner

Das Freiburger Lehrkonzept besteht aus drei Grundideen: Erstens wird Studierenden mehr Zeit dafür gegeben, in anderen Fächern Veranstaltungen zu besuchen. In einem „Individual Track (IndiTrack)“ genannten „Gap Year“ zwischen dem zweiten und dritten Studienjahr sollen sie nach ihren persönlichen Interessen Kurse belegen können – gerne fachfremd.

„Dadurch kann man sich ein individuelles, interdisziplinäres Jahr zusammenstellen“, erklärt Lukas Bischof. Die Leistungspunkte, die Studierende dabei erarbeiten, können ihnen bei Masterstudiengängen angerechnet werden – es wäre also auf keinen Fall ein verlorenes Jahr.

Zweitens können sich Professorinnen und Professoren zukünftig durch den „Instructional Development Award (IDA)“ bis zu zwei Semester von Routineaufgaben befreien lassen, um in dieser Zeit Konzepte für die Verbesserung von Unterricht und Lehre zu entwickeln und umzusetzen.

Die dritte Grundidee ist ein „IQ-Net“ genanntes Netzwerk. Darin können Studierende und Lehrende Ideen für bessere Lehrformen austauschen und den Prozess der Weiterentwicklung der Lehre vorantreiben.

 

„Humboldt würde in Freiburg studieren!“

 

Dass die Uni Freiburg nicht nur in der Exzellenzinitiative zu den Besten gehört, sondern auch in der Lehre, begeistert Studierende und Lehrende an der Uni: „Es ist eine Bestätigung, dass sich exzellente Forschung und Lehre nicht ausschließen, sondern sich bestärken“, sagte Rektor Hans-Jochen Schiewer. Und Prorektor  Heiner Schanz zieht aus dem Freiburger Erfolg folgenden Schluss: „Wilhelm von Humboldt würde in Freiburg studieren wollen.“

 

 

 

Mehr Infos zum Wettbewerb "Exzellente Lehre"

 

Alle Infos und die Siegerprojekte gibt es unter www.stifterverband.de

 

 

 

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