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Kaufen mit Köpfchen

Darf ich Kiwis aus Neuseeland kaufen? Wird der Kaffee vom Discounter fair gehandelt? Ist Bio wirklich Bio? Über Fragen wie diese könnt ihr auf der „Woche des kritischen Konsums“ im Oktober diskutieren und euer eigenes Kaufverhalten kritisch überdenken.

 

Assiyeah Joers, Anglistik, Germanistik, Kunstgeschichte

 

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Ist es ok, Kiwis oder Äpfel aus Neuseeland zu kaufen? Während der 'Woche des kritischen Konsums', vom 26.-30.10.2009, könnt Ihr darüber diskutieren.

Foto: panthermedia.net / Christa Eder

 „Mit einem Fairbrunch fing alles an“, erzählt Jan Korte, Student der Politik und Islamwissenschaften. Jan ist Mitglied der Studenteninitiative AiD -  Armutsbekämpfung im Dialog, und Mitorganisator der „Woche des kritschen Konsums“, die vom 26. bis 30. Oktober 2009 an der Freiburger Universität stattfindet.


Zusammen mit der Psychologie-Studentin Milena Rottok sowie sechs weiteren Mitgliedern von AiD organisiert er die Aktionswoche. In der Studenteninitiative haben sich die beiden schon intensiv mit den Themen ‚Fairtrade’ und ‚Corporate Social Responsibility’ (CSR) auseinandergesetzt, so zum Beispiel beim jährlich stattfinden „Fair Brunch“.  


Bei einer ihrer Montagssitzungen entstand dann die Idee zur Aktion „Woche des kritischen Konsums“. „Erst haben wir dabei nur an Essen gedacht“, erklärt Milena, “aber dann fanden wir das Thema so spannend, dass wir es weiter fassen wollten.“  Menschenrechte, Tierschutz, Globalisierung und fairer Handel sind nur einige der Themen.


Konsum-Meile und absolut gutes Essen


Also fragten sie in der Mensa Rempartstraße um Unterstützung für ihre Aktion an. Diese erklärte sich bereit, in der Aktionswoche jeden Tag ein „absolut gutes Essen“ anzubieten, das aus der Region und Saison stammt sowie fair gehandelt und biologisch angebaut wurde.

Für die Woche des kritischen Konsums sind außerdem zahlreiche Aktionen geplant, an denen sich verschiedene Gruppen, hauptsächlich aus Freiburg, beteiligen. Neben dem Studentenwerk und den Freiburger Weltläden sind unter anderem die Gruppen Slow Food, Informationszentrum 3. Welt, die Tierrechtsinitiative, Amnesty International sowie auch Greenpeace beteiligt.

 

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Jan Korte und Milena Rottock engagieren sich bei der Studenteninitiative AiD und organisieren die "Woche des kritischen Konsums" mit.

Foto: Assiyeah Joers

Sie alle präsentieren sich am Mittwoch, den 28.10.2009 zwischen 11.30 und 15 Uhr in der Rempartstraße auf der so genannten Konsummeile mit Infoständen und Aktionen zum Thema „kritischer Konsum“. Hier können sich alle Interessierten über die Möglichkeiten, Auswirkungen und Alternativen ihres Konsumverhaltens informieren, mit anderen diskutieren, und sich eine Meinung bilden.


Was macht der Konsum aus uns?


Am Mittwochabend veranstaltet AiD außerdem eine Podiumsdiskussion zum Thema  „Siegelchaos – Über den Sinn und Unsinn von Zertifizierung und Labelling“ zu der alle Studierenden herzlich eingeladen sind. Der aka-Filmclub beteiligt sich ebenfalls an der Aktionswoche und zeigt Filme, die der Frage nachgehen, was Konsum eigentlich mit den Menschen macht.


Am Donnerstag, den 29.10.2009, läuft abends der Film „Czech Dream“, der sich mit der Macht der Werbung auseinandersetzt. Weitere Filme der Reihe, die außerhalb der Aktionswoche laufen, sind „Darwins Albtraum“ sowie „Das große Fressen“.


Am Freitag, den 30.10.2009, findet außerdem um 16 Uhr der vom KauFRausch e.V. organisierte Stadtrundgang „Bio – Regio – Fair“ statt. Mit der „Konsum.Party“ am Freitagabend im White Rabbit, bei der es Live-Bands und „fairen“ Cocktail gibt, endet dann die Aktionswoche.


Ein Forum für Diskussionen und Ideen


Zwar organisiert AiD diese Woche, doch möchte sie damit hauptsächlich Gruppen, Vereinen und Interessierten eine Plattform zum Austausch bieten. Das ist Jan und Milena wichtig: Sie wollen niemandem eine Meinung vorschreiben, sondern mit ihrer Aktion wachrütteln. „Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, mehr Menschen als bisher dafür zu gewinnen, sich über die Konsequenzen ihres Konsumverhaltens bewusst zu werden und dieses kritisch zu hinterfragen“, erklärt Jan.


Die „Woche des kritischen Konsums“ sehen beide als ein Forum für Diskussionen und Ideen. „Wenn daraus langfristig ein Netzwerk entstünde, in dem Freiburger Studierende und Bürgerinnen und Bürger sich zu diesem Thema austauschen können, wäre das natürlich toll“, meint Milena. Und wenn durch die Aktion mehr Menschen angeregt werden, über ihr eigenes Konsumverhalten nachzudenken, dann hat man schon viel erreicht.

 

 

Fair Trade, CSR, Fairbrunch?


Fairtrade: Fair Trade garantiert den Produzenten langfristig Preise oberhalb des Weltmarktpreises, um so eine verlässliche und rentable Handelsbeziehung zu ermöglichen. Weiterer Bestandteil des Fairen Handels ist die Einhaltung von internationalen Umwelt- und Sozialstandards.

Corporate Social Responsibility (CSR): CSR ist Bestandteilder Nachhaltigkeitsdiskussion. Die CSR nimmt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und die Idee der Nachhaltigkeit auf. CSR bezeichnet also freiwillige Maßnahmen von Unternehmen in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Fairbrunch:In den letzten Jahre hat AiD Freiburg jeweils im Sommersemester ein so genanntes "Fairbrunch" organisiert, wo über die Pro und Contras des Fairen Handels sowie die Möglichkeit, fair in Freiburg einzukaufen, informiert wurde.

 

Infos zur AiD

Die Studenteninitiative AiD (Armutsbekämpfung im Dialog) ist ein gemeinnütziger Verein von Studierenden unterschiedlichster Fachrichtungen. Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich montags um 20 Uhr im HS 1236, um kritisch über entwicklungspolitische Fragen zu diskutieren.

Außerdem finden regelmäßig Vorträge sowie Exkursionen mit entwicklungspolitischem Bezug statt. Mit verschieden Aktionen versucht AiD, die Öffentlichkeit für diese Fragestellungen zu sensibilisieren und zu informieren. Die Gruppe hat zurzeit ca. 25 Mitglieder, freut sich aber stets über Interessierte!


Alles über AiD findet ihr auf: www.aid-freiburg.de


Infos und Programm zur Aktionswoche gibt es auf: www.kaufenmitkoepfchen.de 

 

Infos zum Programm des aka-Filmclubs


Der aka-Filmclub beteiligt sich an der Aktionswoche. Programm unter www.aka-filmclub.de

 

 

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