Bildungsstreik
Die Besetzung des Audimax ist beendet. Das Statement des Rektors, Professor Hans-Jochen Schiewer, nach Beendigung der Besetzung sowie die Stellungnahme des Rektorats vom 8.12.2009 zu den Positionen der Besetzerinnen und Besetzern gibt es hier.
Statement des Rektors, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, vom 11.12.2009, nach Beendigung der Audimax-Besetzung:
„Wir haben den Studierenden Raum gegeben, um die Themen universitäre Bildung, Hochschulplanung, Bologna-Reform und die Organisation des Ba/Ma-Studiums zu diskutieren und Forderungen zu erarbeiten. Wir haben mit einer umfassenden und sorgfältigen Stellungnahme den Forderungskatalog der Studierenden, der viele politische Forderungen enthielt, offen und klar beantwortet.
Und wir werden die in unserer Stellungnahme geschilderten Maßnahmen zusammen mit den Studierenden in den Gremien und im direkten Dialog umsetzen.
Die Politik der Toleranz und des konstruktiven Dialogs hat sich bewährt. Diese Linie der Toleranz hat auch deshalb funktioniert, weil sich die Studierenden klar an die Rahmenbedingungen gehalten haben. Die Diskussion um Inhalte stand überwiegend im Vordergrund.
Wir freuen uns nun auf den weiteren gemeinsamen Diskussionsprozess. Das Angebot, hierfür im Rahmen des regulären Studienbetriebs geeignete Räumlichkeiten, darunter das Audimax, innerhalb des regulären Lehr- und Prüfungsbetriebs zur Verfügung zu stellen, besteht weiterhin.“
Am 24.11.2009 übergaben die Besetzerinnen und Besetzer den „Ersten Forderungskatalog der Freiburger Studierenden“ an das Rektorat. Am 7.12.2009 reichten sie weitere Forderungen nach. Das Rektorat antwortete am 8.12.2009 in einer ausführlichen Stellungnahme.
Das Rektorat begrüßt darin die kritische Auseinandersetzung von Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit der Studiensituation an ihrer Universität und den politischen Rahmenbedingungen. Die Mehrzahl der aufgeführten Positionen werfe bei sorgfältiger Prüfung allerdings rechtliche, organisatorische und technische Fragen von teils erheblicher Komplexität auf.
Konkrete Angebote macht das Rektorat in seiner Stellungnahme unter anderem bei der Diskussion um die der Bildung zugrunde liegenden Werte, bei der Frage einer legitimierten Studierendenschaft sowie bei der Studienorganisation. Bei zahlreichen Diskussionspunkten handele es sich, so das Rektorat, jedoch um politische Forderungen an die Landes- und Bundespolitik, die bereits ausführlich in politischen Foren diskutiert und durch den Gesetzgeber beziehungsweise die Rechtsprechung beantwortet würden.
Das Rektorat verweist darauf, dass die vom Besetzerplenum geäußerten Ansichten die bereits laufende inhaltliche Auseinandersetzung in den offiziellen Gremien mit gewählten Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertretern nicht umgehen und keinesfalls ersetzen könnten.
Stellungnahme des Rektorats
Die ausführliche Stellungnahme des Rektorats als pdf.
Weiteres zum Thema Bildungsstreik:
Mitmachen: Bologna reloaded – Vorschläge der Studierenden sind gefragt
Am 8. März 2010 veranstaltet das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg einen Fachkongress zur Bologna-Reform. Zur Optimierung der Umsetzung werden konkrete Vorschläge der Studierenden gesammelt und eingebracht. Ausschließlich sachorientierte Vorschläge können bis zum 10. Januar 2010 eingereicht werden unter bologna@uni-freiburg.de. Die Vorschläge werden anonymisiert.
Weihnachts-Umfrage
Was sich Studierende nach dem Bildungsstreik als Weihnachtsgeschenk für ihre Uni wünschen, lest Ihr in der Weihnachts-Umfrage in diesem Newsletter.
