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Zum Seminar nach Basel?

Grenzenlos studieren an fünf Unis in drei Ländern: Das ermöglicht EUCOR, die Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten, seit 20 Jahren. Ein Grund zu feiern - und eine Gelegenheit, bei Studierenden nach ihren Erfahrungen mit EUCOR zu fragen.


Von Wibke Hartleb, Chemie


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Ein Grund zu Feiern: 20 Jahre EUCOR.


Seit 20 Jahren kooperieren die Universitäten Freiburg, Basel, Karlsruhe, die Université Haute Alsace Mulhouse/Colmar sowie die Université de Strasbourg. EUCOR bietet neben dem grenzüberschreitenden Austausch von Studierenden und Dozierenden gemeinsame Studiengänge und Forschungsprogramme.

Mit dem kostenlosen EUCOR-Studierendenausweis können Studierende an Lehrveranstaltungen der EUCOR-Universitäten teilnehmen und deren Einrichtungen wie Mensen und Bibliotheken nutzen.

Dr. Jens Langer, EUCOR-Beauftragter der Universität Freiburg vom International Office, sieht EUCOR als „Vorreiter, lange bevor es Bologna gab.“ Grund genug, das 20-jährige Bestehen zu feiern.


Trinational feiern


„Das vierte Quartal wird das Jubiläums-Quartal“, erläutert Langer. Professor Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität und EUCOR-Präsident 2009, wird die Feierlichkeiten in Freiburg am 13. Oktober 2009 eröffnen. Gleichzeitig sollen eine EUCOR-Messe und ein EUCOR–Forum stattfinden. Zu beiden Veranstaltungen werden auch Gäste der anderen EUCOR-Mitgliedsuniversitäten erwartet. Im Wintersemester sind an den EUCOR-Universitäten wissenschaftliche Kolloquien aller Fachbereiche geplant.


Konzert und Podiumsdiskussion

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Drei Länder, ein Ausweis: EUCOR macht grenzüberschreitendes Studieren möglich.

Am 25. November 2009 wird ein Konzert der Straßburger Philharmoniker in Straßburg aufgeführt. Die offizielle Abschlussveranstaltung wird am 14. Dezember 2009 in Straßburg stattfinden. Geplant ist eine Podiumsdiskussion zur Entwicklung von EUCOR, an der Vertreter aus Politik und Wissenschaft wie ein Nobelpreisträger und der baden-württembergische Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg teilnehmen.


Mitmachen beim studentischen Kulturfestival


Einen Höhepunkt der Jubiläums-Feierlichkeiten wird das vom Internationalen Club des Studentenwerks Freiburg organisierte EUCOR-Studierendenfestival am 14. November 2009 in Freiburg bilden. Wenn Ihr Interesse habt, mit einer Tanz-Vorführung oder einem musikalischen Beitrag an dem Festival mitzuwirken, meldet Euch beim Internationalen Club, der das Festival organisiert.

Das Programm sowie die aktuellen Veranstaltungstermine zum Jubiläum findet Ihr zu gegebener Zeit unter: www.eucor-uni.org     



Welche Erfahrungen haben Studierende der Uni Freiburg mit EUCOR gemacht?




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Jonas fährt bis zu dreimal in der Woche nach Basel.

Foto: SC

Jonas Eberle studiert Politik und Informatik in Freiburg sowie Medienwissenschaften an der Uni Basel

Bis zu dreimal in der Woche nach Basel fahren, drei Stunden für die Fahrzeit investieren. Lohnt sich das denn?

Für Jonas ein klares Ja: „Als ich erfuhr, dass ich in Basel zusätzlich Medienwissenschaften studieren kann, habe ich mich gleich dafür entschieden“. Gerade wenn der Studienwunsch in Freiburg nicht angeboten wird oder eine Hochschule ein Spezialgebiet hat, bietet EUCOR die perfekte Ergänzung.

Darüber hinaus bietet ein Studium im Ausland die Möglichkeit, ein anderes Bildungssystem kennen zu lernen: „Die Art zu lernen ist in Basel sehr verbachelort, es gibt mehr Frontalunterricht, eine klare Struktur.“ Die Anmeldung zu den Seminaren in Basel läuft problemlos online.

Mit dem EUCOR-Studierendenausweis erhält Jonas einen Fahrtkostenzuschuss, kann in der Mensa essen und die UB der Partner-Hochschule nutzen. Da es weder in Freiburg noch in Straßburg möglich ist, Medienwissenschaften zu studieren, ist der Andrang allerdings groß. „Aber es wurde noch niemand weggeschickt“, sagt Jonas.

Die EUCOR Kooperation findet er super. „Andere Universitäten in Deutschland haben keine einzige Kooperation, dass das in Freiburg mit fünf Universitäten klappt, finde ich eine tolle Leistung.“





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Medienwissenschaften in Basel studieren: Mit EUCOR hat es auch bei Miriam geklappt.

Miriam Braun, VWL in Freiburg und Medienwissenschaften in Basel


"Ich habe mir für Volkswirtschaft ein fachfremdes Pflichtwahlfach genehmigen lassen und dann über EUCOR Medienwissenschaften in Basel studiert. Mir war bereits klar, dass ich Journalistin werden wollte und dank EUCOR in Medienwissenschaften rein zu schnuppern war eine interessante Abwechslung. Heute mache ich in Berlin ein Traineeship zur Wirtschafts- und Verbraucherjournalistin.

Es war wirklich klasse, dass jegliche Organisation reibungslos funktioniert hat, selbst bei meinem Sonderfall, welcher erst genehmigt werden musste. Auch die Uni Basel hat mir schnell einen Plan ausgearbeitet wie ich meine 20 Kreditpunkte sinnvoll erbringen kann. Das EUCOR Angebot hat mein bodenständiges Volkwirtschaftstudium angenehm aufgelockert."












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Leslie liest in Straßburg Literatur im Original.


Foto: Wibke Hartleb

Leslie Brückner, Doktorandin in Germanistik


„Ich bin im Herbst 2006 zum Promovieren nach Freiburg gekommen und habe seit Anfang 2007 einen EUCOR-Ausweis. Da ich nicht mehr Studentin bin, nehme ich auch nicht an Veranstaltungen der EUCOR-Universitäten teil.

Aber ich fahre hin und wieder nach Straßburg um Bücher in der Bibliothèque Nationale auszuleihen. Zu meinem Dissertations-Thema „Deutsch-Französischer Kulturtransfer im frühen 19. Jahrhundert“ gibt es dort Bücher, die ich hier nicht bekomme wie deutsch-französische Übersetzungen von Originalbänden oder Sekundärliteratur auf Französisch.

Sehr interessant finde ich an EUCOR, ein anderes Uni-System und auch andere Themen kennen zu lernen. Allerdings würde ich mir mehr konkrete Kurse auf der Ebene der Dozenten wünschen, also mehr Austausch der Dozenten um die Kooperation zu intensivieren.“








Jonas Takors, studiert Geschichte, Englisch und Philosophie für Lehramt an Gymnasien


„Ich war im Sommersemester 2005 EUCOR-Student und habe ein Seminar in Philosophie gehört sowie in Geschichte eine Übung zu „Stadtgeschichte“ und ein Seminar „Technik und Herrschaft im Nationalsozialismus“. Besonders dieses Thema war thematisch etwas Neues, was es hier in Freiburg nicht gibt. Außerdem fand ich es sehr spannend, ein anderes Uni-System kennen zu lernen.

Schwierig ist natürlich die Koordination. Oft sind die Sprechstunden der Dozenten nicht am gleichen Tag wie die Seminare, so dass ich für eine Besprechung vor einem Referat oder einer Hausarbeit hätte extra nach Basel fahren müssen, aber meist waren die Dozenten sehr kooperativ.

Außerdem war die Literatur für Referate oder Hausarbeiten nicht immer hier, sondern teilweise nur in der Präsenzbibliothek in Basel vorhanden. Aber das lässt sich nicht ändern. Insgesamt würde ich es auf jeden Fall wieder machen.“



Infos zu EUCOR an der Albert-Ludwigs-Universität:


Alle Infos zum Ausweis, Studium, Dozierenden, Ansprechpartner gibt es beim International Office der Uni Freiburg
























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