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Welten auf Papier

Zauberkräfte, neue Länder, fremde Völker: Die Freiburger Studentin Cindy Blum erschafft gerne neue Welten – und zwar auf Papier. 2009 erschien ihr erster Fantasy-Roman „Gefährten des Schicksals“. Und die Ideen für neue Bücher stapeln sich …

 

Von Rimma Gerenstein, Germanistik, Anglistik, Geschichte

 

Rund sechs Jahre hat die Deutsch- und Theologiestudentin Cindy Blum an ihrer Fantasy-Trilogie geschrieben. Seit Frühjahr 2009 steht der erste Teil in den Buchläden. Doch davon lässt sich die 23-Jährige nicht allzu sehr beeindrucken. Ihr Traumberuf? Lehrerin. Und Uni? Bleibt Priorität. Auch zum Jobben findet sie noch Zeit. Zwischen Buchmessen, Hörsälen und Lesungen erzählt die Autorin im Interview über „Gefährten des Schicksals“ und weitere Projekte.

 

 

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Cindy Blum mit ihrem Buch "Gefährten des Schicksals".

Foto: Rimma Gerenstein

Cindy, wie bist du darauf gekommen, einen Roman zu schreiben?


Ich habe schon in der ersten Klasse angefangen, kleine Geschichten zu schreiben und mich nach und nach in verschiedenen Genres versucht. Bei mir zuhause liegen schränkeweise Manuskripte, von Krimis über Liebesgeschichten bis hin zu Satiren oder Science Fiction-Texten, mit den Jahren kommt ja so einiges zusammen. „Gefährten des Schicksals“ ist aber meine erste Veröffentlichung.

Ich habe auf einer Internetseite meinen Roman mit einer Leseprobe vorgestellt und kurz darauf hatte sich der Essencia Verlag gemeldet. Ich habe ihnen mein Manuskript zugeschickt und innerhalb kürzester Zeit hieß es dann: „Okay, das gefällt uns, das nehmen wir.“ Das war schon unglaublich! Vor allem, weil die Fantasy-Sparte auf dieser Homepage vollkommen überlaufen ist.

 

Du hast dich in vielen Genres ausprobiert. Warum hast du dich gerade für Fantasy entschieden?


Das weiß ich auch nicht genau, denn eigentlich beschäftige ich mich gar nicht soviel mit Fantasy. Ich habe zum Beispiel auch „Harry Potter“ oder „Herr der Ringe“ nicht gelesen, weil ich mich nicht von anderen Autoren beeinflussen lassen möchte. Aber bei diesem Genre hat mir schon immer die Art zu schreiben gefallen, es ist nämlich eine sehr poetische und romantische Sprache.

Und außerdem ist man als Autor bei Fantasy viel freier: Man kann eigene Welten nach eigenen Regeln erschaffen und der Fantasie freien Lauf lassen. Mir war es beim Schreiben aber trotzdem wichtig, dass das Buch nicht nur für Fantasy-Freaks zugänglich wird. Es enthält zwar die klassischen Elemente, wie zum Beispiel Magie oder fremde Völker, aber auf Elfen, Zwerge und Trolle habe ich bewusst verzichtet.

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Die Ideen gehen Cindy Blum nicht aus.

Foto: Rimma Gerenstein


Wie geht es für dich als Autorin weiter? Arbeitest du schon an einem neuen Buch?


Da stehen einige Projekte an. Zunächst erscheinen die restlichen Teile der Trilogie: „Pforten des Schicksals“ kommt nächstes Frühjahr zur Leipziger Buchmesse heraus und „Zeichen des Schicksals“ erscheint im Herbst 2010 pünktlich zur Frankfurter Buchmesse. Ich werde meine Bücher dann auch bei den Messen vorstellen, was sicher sehr aufregend wird.

Inzwischen arbeite ich auch an meinem neuen Roman. So viel kann ich schon verraten: Es wird ein Fantasy-Buch mit dem Titel „Monoceros“, was auf Deutsch Einhorn bedeutet. Darin versuche ich, die Mythen aus dem Schwarzwald und Oberrhein in die Erzählung einfließen zu lassen und dadurch auch meine Heimat ein bisschen zu beschreiben.

Es ist das erste Buch, für das ich recherchiert habe; zwei Monate war ich in Bibliotheken und Museen unterwegs. Außerdem hat der Verlag Interesse daran, einen Band mit meinen Kurzgeschichten herauszugeben – allesamt Geschichten, bei denen es um Katzen geht.

 

Du bist Studentin und Autorin – das hört sich nach einer ziemlich stressigen Kombination an. Wie balancierst du denn Studium und Schreiben?


Es sind für mich zwei Bereiche, die ich strikt trenne. Die Uni hat für mich Priorität und ich möchte nach wie vor Lehrerin werden, das ist mein absoluter Traumberuf. Außerdem ist die Schriftstellerei – wenn man nicht gerade „Harry Potter“ geschrieben hat – eine sehr unsichere Existenz.

Das Schreiben habe ich immer als Hobby betrachtet und als eine Möglichkeit, mich zu verwirklichen. Ich möchte auf keinen Fall riskieren, dass es für mich zu einem Stressfaktor wird, so nach dem Motto: „Jetzt brauche ich Geld, jetzt muss ich schnell etwas schreiben.“ Klar nimmt es viel Zeit in Anspruch, aber es ist meine große Leidenschaft: Beim Schreiben kann ich mich entspannen, Stress abbauen, in andere Welten eintauchen.

In der Klausuren- oder Hausarbeitenphase lege ich dann einfach eine Pause ein und konzentriere mich ganz aufs Lernen, denn Schreiben ist nichts, was man zwischendurch machen kann. Für eine halbe Stunde fahre ich den PC erst gar nicht hoch.

 

 

Termine - Lesungen


Im September liest Cindy Blum aus ihrem Buch „Gefährten des Schicksals“:

Hornberg: 16.9.2009, 18.30 Uhr in der Mediathek.

Gutach (im Schwarzwald): 26.9.2009 im Hasemann-Liebich-Museum, Kirchstraße 4, (abends, die Uhrzeit steht noch nicht fest)

Der Eintritt zu den Lesungen ist frei.

Links


Auf der Homepage des Essencia Verlags erfahrt Ihr alle weiteren Infos zu Cindys Buch: www.essencia-verlag.de

Ob Lob oder Kritik: In der Gruppe „Gefährten des Schicksals im StudiVZ“ könnt Ihr sowohl mit Cindy als auch mit Leserinnen und Lesern über den Roman diskutieren.

 

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