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Frauen in die Technik

Frauen in den technischen Fächern sind immer noch unterrepräsentiert. Die Frühjahrshochschule nur für Frauen - die meccanica feminale Baden-Württemberg - soll einen Beitrag dazu leisten, mehr Frauen für diesen Bereich zu begeistern.

 

Von Stefanie Griesser, Germanistik, Europäische Ethnologie und BWL

 

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„Wir möchten die Frauen erreichen und Neugier und Begeisterung für ein technisches Studium wecken “, beschreibt Natascha Thoma-Widmann die Intention der meccanica feminale, der Frühjahrshochschule für Studentinnen der Fachbereiche Maschinenbau und Elektrotechnik.

Die erste meccanica feminale findet vom 10.-14. März 2010 an der Hochschule Furtwangen am Campus Schwenningen statt. Ein breites Angebot an Workshops, Seminaren und Vorträgen zu Maschinenbau und Elektrotechnik wartet auf die Teilnehmerinnen.

So hält beispielsweise die Professorin Dr. Ulrike Wallrabe vom Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg den Vortrag „Mikroaktorik – Maschinenbau in der Mikroelektronik“.

 

Fachwissen und Networking


„Besonders interessant an der Veranstaltung ist, dass die Organisatorinnen neben angewandten Fachthemen auch Vorträge und Seminare zu vielen weiteren Bereichen anbieten“, erklärt die PR- und Marketing-Referentin der Technischen Fakultät in Freiburg Thoma-Widmann das Konzept der meccanica feminale. „Es geht nicht allein darum, Fachwissen zu vermitteln, sondern auch Netzwerke aufzubauen und Kontakte zu vermitteln.“

So deckt das Programm nicht nur die Bereiche des Mobilfunks, der Automobilindustrie und der Pharmaindustrie ab, sondern ermöglicht es den Teilnehmerinnen darüber hinaus, Frauen aus der Industrie kennen zu lernen und High-Tech-Betriebe zu besichtigen.

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  Natascha Thoma-Widmann weist darauf hin, dass an der meccanica feminale Betreuungsmöglichkeiten für Kinder vorhanden sind.

Foto: Stefanie Griesser

Veranstaltungen zu Marketing und Qualitätsmanagement sowie Kurse zur Persönlichkeitsbildung, wie zum Beispiel „Hart aber herzlich! Lösungsorientierte Verhandlungsführung“, runden das breite Spektrum ab.

Auf eine Besonderheit der meccanica feminale weist Thoma-Widmann ausdrücklich hin: „Zusätzlich gibt es neben einer kostenlosen Cafeteria eine kostenlose Kinderbetreuung, damit auch Frauen mit Kindern die Teilnahme ermöglicht wird.“


Hürden überwinden

 

„Gerade mal 13 Prozent der Freiburger Studierenden der Mikrosystemtechnik oder Informatik sind weiblich, während der Frauenanteil der gesamten Freiburger Studierenden bei über 50 Prozent liegt“, berichtet Thoma-Widmann.

Die Entwicklung der letzten zehn Jahren zeigt einen Zuwachs bei den Studentinnen in den technischen Fächern von ungefähr drei Prozent – damit sich dieser Trend fortsetzt, beteiligt sich die Universität Freiburg an der Frühjahrshochschule meccanica feminale, die vom Netzwerk Frauen.Innovation.Technik der Hochschule Furtwangen organisiert wird.

„Wir wollen helfen, Hürden zu überwinden“, sagt Thoma-Widmann. Damit dies gelingt, richtet sich die Frühjahrshochschule nicht ausschließlich an Studentinnen. Der Schülerinnentag am 13. März im Rahmen der meccanica feminale richtet sich an technisch interessierte junge Frauen ab der zehnten Klasse. Die Veranstaltung steht darüber hinaus allen technisch interessierten Frauen offen.

Für Studentinnen werden Wochenkurse zu je 40 Euro, Halbwochenkurse zu je 20 Euro und Tageskurse zu je 10 Euro angeboten. In bestimmten Fällen können ECTS-Punkte für die Teilnahme erworben werden. Für erwerbstätige Frauen sind die Teilnahmegebühren höher.

 

Infos

 

Weitere Informationen und das ausführliche Programm gibt es unter www.meccanica-feminale.de

Die Anmeldung ist bis Freitag, den 5. März 2010, möglich.

 

Informatica feminale 2010

 

Was die meccanica feminale für die Fachbereiche Elektrotechnik und Maschinenbau ist, leistet die informatica feminale für Informatikerinnen. Dieses Jahr findet diese an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg vom 27. Juli bis zum 31. Juli 2010 statt.

Dabei stehen Veranstaltungen zu dem Fachbereich Informatik auf dem Programm, wie zum Beispiel ein Seminar „Roboter zum Anfassen“ oder eine Führung durch das Roboterlabor des Institutes für Informatik.

Informationen zur informatica feminale findet ihr unter: www.scientifica.de/netzwerkfit/informaticafeminale.html

 

 

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