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Auf die Piste ...

Perfekte Bedingungen: Ski- und Snowboardfahrer zieht es jetzt auf die Pisten. Nicht selten endet der Spaß aber im Krankenhaus. Was man beachten sollte, um wieder gesund und munter nach Hause zu kommen.

 

Benjamin Waschow, Universitätsklinikum

 

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Gut vorbereitet macht Pulverschnee noch mehr Spaß.

Foto: © Simon Ebel - Fotolia

 

Bei herrlichen Bedingungen sind gerade wieder tausende Skifahrerinnen und Skifahrer auf den Pisten unterwegs und auch die kommenden Fasnachtstage locken viele in die Berge. Dabei endet ein schöner Skitag nicht immer gemütlich vor einem Kaminfeuer: Rund 50.000 deutsche Skisportler müssen sich jährlich nach einem Unfall auf der Piste ärztlich behandeln lassen.

Für etwa 7.000 Skifahrer endet der Wintersport sogar im Krankenbett, so eine Auswertung der Stiftung „Sicherheit im Skisport“.


Muskulatur kräftigen


Oft trifft es untrainierte und erschöpfte Wintersportler. „Wer sich auf die Skier oder das Snowboard stellt, sollte sich rechtzeitig darauf vorbereiten“, rät Professor Hans-Hermann Dickhuth, Ärztlicher Direktor der Sportmedizin des Universitätsklinikums Freiburg. „Zu einer guten Vorbereitung zählt beispielsweise rechtzeitig mit Wintersportgymnastik zu beginnen.“ Wichtig hierbei ist, die Körperregionen zu trainieren, die häufig bei Skiunfällen betroffen sind. Besonders wichtig ist die Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur und der Schulter- und Rumpfmuskulatur.

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Mit der richtigen Kleidung, einem Helm, Sonnencreme und Sonnenbrille ist man für einen Skiausflug gut gerüstet.

Foto: © Niceshot - Fotolia

Laut der Auswertung der Stiftung „Sicherheit im Skisport“ betrifft jede zweite Skiverletzung bei Frauen das Knie. Männer verletzten sich dagegen am häufigsten an der Schulter.

Insgesamt betrifft jeder zehnte Unfall das Gehirn oder den Gesichtsbereich und kann damit erhebliche Spätfolgen haben. „Gegen Kopfverletzungen sollte auf jeden Fall ein Helm getragen werden“, sagt Dickhuth. Aber auch korrekt eingestellte Ski- und Snowboard-Bindungen können schwere Unfälle vermeiden.


Locker angehen lassen


Zudem sollten Skifahrer die ersten zwei bis drei Skitage verhalten fahren, da oft in Kombination mit der ungewohnten Höhe eine verstärkte Ermüdung einsetzt. Vor dem Start und nach längeren Pausen mit ein paar Übungen ihre Muskeln aufwärmen und ihre Bänder dehnen.

Auch ganz einfache Dinge, wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind wichtig: Wer den ganzen Tag über sportlich aktiv ist, sollte mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Gut sind hierbei Mineralwasser und Fruchtschorlen.

Auf Alkohol sollte gänzlich verzichtet werden. „Ski- und Snowboardfahrer, die alkoholisiert die Pisten runterfahren, gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch Andere in unverantwortlicher Weise“, warnt der Sportmediziner.

Wer aber die Ratschläge beherzigt und noch auf atmungsaktive und wasserabweisende Kleidung achtet, sich regelmäßig mit Sonnenschutzmittel eincremt, sowie seine Augen mit einer Ski- oder Sonnenbrille vor UV-Licht schützt, kann die Zeit in den Bergen richtig genießen und kommt gesund wieder nach Hause. Also dann: Ski heil!

 

 

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