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Leitfaden für das Studium im Ausland

Erste Überlegungen

 

 

Zeitpunkt

Den „idealen Zeitpunkt“ für einen Auslandsaufenthalt kann an sich nur der/die Bewerber/-in selbst bestimmen. Wer bereits ab dem ersten Semester seines Studiums im Ausland studieren möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass neben evtl. Zulassungsbeschränkungen und Sprach- und Aufnahmetests auch z.T. erhebliche Kosten in Form von Studiengebühren anfallen können. Hinzu kommt, dass Förderungen in diesem Fall nur sehr selten möglich sind (s. Kapitel: Die individuelle Bewerbung).
Wer an einer Universität oder Hochschule innerhalb der EU studieren möchte, kann allerdings sogar für das komplette Studium u.U. eine finanzielle Unterstützung durch BAföG erhalten.
In der Regel ist es jedoch für die meisten Stipendien- und Förderprogramme erforderlich, zum Beginn des Auslandsaufenthaltes bereits das Grundstudium abgeschlossen zu haben bzw. zum Zeitpunkt der Bewerbung die Studienleistungen aus mindesten zwei Semestern vorzuweisen. Ein noch späterer Zeitpunkt kann von Vorteil sein, wenn der Aufenthalt Möglichkeiten zur intensiveren wissenschaftlichen Arbeit bieten soll.

In jedem Fall ist es nötig, langfristig zu planen und früh genug die Realisierung des Vorhabens in Angriff zu nehmen. Für viele Stipendien und Austauschprogramme liegen die Bewerbungsfristen etwa ein Jahr vor dem Aufenthalt, wobei für die Erstellung der Bewerbung selbstverständlich ebenfalls ausreichend Zeit eingeplant werden muss. Wir empfehlen deshalb eine Vorlaufzeit von ca. 1½ Jahren. Achtung: In manchen Fällen ist auch dies nicht ausreichend. Bei einem Stipendiumsantrag beispielsweise bei der Fulbright Kommission oder dem DAAD-Jahresprogramm für Kanada oder die USA liegt der Bewerbungsschluss sogar mehr als ein Jahr vor dem möglichen Auslandsaufenthalt. Ausnahmen gibt es z.B. bei Kurzaufenthalten bis zu einem Semester oder bei Bewerbungen über ERASMUS. Bitte erkundigen Sie sich zu den Details direkt bei Ihren ERASMUS-Beauftragten in Ihrer Fakultät.

 

Zielländer und -universitäten

Vorweggenommen sei, dass ein Auslandsaufenthalt prinzipiell für Studierende aller Fächer interessant ist und nicht immer in die „gängigen“ Länder führen muss. So kann beispielsweise durchaus auch für Studierende der Germanistik ein Auslandsaufenthalt empfehlenswert sein, selbst wenn ihr Studium normalerweise weniger international ausgerichtet ist. Die Durchführung eines Auslandsaufenthalts und der Nachweis von Sprachkenntnissen werden dadurch erleichtert, dass außer in Nordamerika und Großbritannien in vielen anderen Ländern Englisch als Landessprache gesprochen wird oder Unterrichtssprache ist (z.B. in einigen Ländern Asiens, Skandinavien, etc.). Auch die Mehrsprachigkeit z.B. in Ländern wie Kanada (Englisch/ Französisch) oder der Schweiz (Deutsch/ Französisch/ Italienisch) kann sehr sinnvoll in ein Studienvorhaben einbezogen werden.

Natürlich hängt die Wahl des jeweiligen Ziellandes in erster Linie von den Interessen, den Zielen, den Vorkenntnissen u.a. eines/r Bewerbers/-in ab.

Entsprechend müssen die ersten Überlegungen hier der Frage gelten, ob beispielsweise die sprachlichen Voraussetzungen für den erfolgreichen Besuch von Lehrveranstaltungen grundsätzlich gewährleistet sind. Je höher die Ansprüche sind, desto mehr Zeit und Mühe sollten auf die Vorbereitung von Bewerbung und Aufenthalt verwandt werden.
Eine große Rolle bei der Auswahl des Ziellandes spielt auch die Durchführbarkeit eines Studienvorhabens. Es ist daher wichtig, das Studienangebot an verschiedenen Universitäten im Zielland auf die Einbindung in den bisherigen wie auch zukünftigen Studienverlauf hin zu überprüfen. Die aktuellen Informationen findet man in der Regel auf den Webseiten der zukünftigen Gastuniversitäten.


Gerade in den Studienfächern Medizin und Jura ist das Ausbildungssystem mit seinen Studieninhalten im Ausland strukturell oft so verschieden, dass eine sinnvolle Gestaltung des Studienaufenthaltes nur mit größeren Mühen durchführbar ist. Das betrifft besonders die Einstufung an der ausländischen Hochschule, Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen, rechtliche Auflagen, wie etwa den sog. „Freischuss“ bei den Juristen oder sonstige spezielle Hochschulzugangsbeschränkungen. Es ist deshalb für die Studierenden dieser Fächer ratsam, sich besonders gut über bestehende spezielle Programme zu informieren, wie die Fakultätskontakte oder die Sonderprogramme beispielsweise für ein LL.M.-Studium.

Alle wichtigen Informationen über die Struktur des Studiums und über das Bildungssystem des Ziellandes finden Sie in den Länderinformationen des DAAD, die auch viele andere praktische Hinweise enthalten. Bitte erkundigen Sie sich auch in der Stipendiendatenbank des DAAD über die Fördermöglicheiten eines Auslandsaufenthaltes. Bitte greifen Sie auch auf die Erfahrungen ehemaliger Austauschstudierender zurück und lesen Sie die Erfahrungsberichte, die wir für Sie zur Verfügung stellen.

 

Voraussetzungen

Studierende, die sich für einen Auslandsaufenthalt interessieren, sollten über Sprachkenntnisse in der Landes- bzw. in der Unterrichtssprache verfügen und die Zwischenprüfung / das Vordiplom / das Physikum vor Antritt des Auslandsaufenthaltes abgelegt haben. Bei Bachelorstudierenden wird in der Regel erwartet, dass zum Zeitpunkt der Bewebung Studienleistunen aus mindestens zwei Semestern vorliegen. Die Sprachkenntnisse müssen auf verschiedene Weisen nachgewiesen werden. Universitäten in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland sowie Länder in Übersee, in denen Englisch die Unterrichtssprache ist, fordern in der Regel den „Test of English as a Foreign Language“ (TOEFL) und einen Nachweis der dabei erreichten Mindestpunktzahl, die von Land zu Land, Universität zu Universität und Fach zu Fach variieren kann.

Für Universitäten in Europa reichen oft die Sprachtestate, die am  Sprachlehrinstitut Der Universität abgelegt werden können und dort unter dem Namen "DAAD-Sprachtest" bekannt sind. Generell gilt, dass der Sprachnachweis ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe von Stipendien und Studienplätzen darstellt. Dementsprechend sollten Sie sich rechtzeitig um die Verbesserung Ihrer Sprachkenntnisse bemühen bzw. mit dem Erlernen einer neuen Fremdsprache beginnen. Die Universität Freiburg bietet (für Hörer /-innen aller Fakultäten) eine Vielzahl an Sprachkursen an. Eine weitere Möglichkeit sind Sprachkurse im Ausland. Auch die vielen internationalen Studierenden der Universität Freiburg können hervorragende Tandem-Partner sein, die ihrerseits sehr dankbar für Kontakte zu deutschen Kommilitonen/-innen sind. Tandem-Karteien bieten das Sprachlehrinstitut wie auch das Studentenwerk Freiburg.
Von Stipendienbewerbern/-innen werden gute bis sehr gute akademische Leistungen und eine fundierte Begründung des Vorhabens erwartet (s. Kapitel Organisatorisches).

 



Kontakt

Von ersten Überlegungen über Organisatorisches und Stipendien zur individuellen Bewerbung - Beratung zu studienbezogenen Auslandsaufenthalten

Christine Kutnar
Service Center Studium
Sedanstr. 6, Raum 01 011

Dienstag: 13.30 – 15.30 Uhr nach Vereinbarung per  E-Mail
Donnerstag: 9.00 – 11.30 Uhr ohne Anmeldung

Bitte beachten Sie auch die regelmäßige Infoveranstaltung 'Wege ins Ausland'.

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