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Studiengebühren

Das Land Baden-Württemberg hat zum Wintersemester 2017/18 Studiengebühren für Internationale Studierende sowie für ein Zweitstudium eingeführt.

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Landeshochschulgebührengesetz (LHGebG)

 

 

Gebühren für Internationale Studierende

Betroffen sind Internationale Studierende, die nicht Staatsangehörige eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union (EU) oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), das heißt von Norwegen, Island oder Liechtenstein sind, und ein Bachelorstudium, konsekutives Masterstudium oder Staatsexamensstudium aufnehmen (weiterbildende, berufsbegleitende Masterstudiengänge sind davon ausgenommen).

Erhoben werden Gebühren in Höhe von 1.500 Euro pro Semester. Darüber hinaus sind die üblichen Semesterbeiträge (derzeit 155 Euro pro Semester) zu entrichten.

Internationale Studierende, die vor dem Wintersemester 2017/2018 ihr Studium aufgenommen haben, können das in diesem Studiengang und mit dem angestrebten Abschluss gebührenfrei zu Ende führen. Bei einem Mehrfachstudiengang bleibt der einmalige Wechsel eines Teilstudiengangs gebührenfrei.

Internationale Studienbewerberinnen und -bewerber, die im Wintersemester 2016/17 oder im Sommersemester 2017 zur Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung in einem Studienkolleg in Baden-Württemberg eingeschrieben waren, müssen für ein Studium, das sie unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss der Feststellungsprüfung aufnehmen, keine Gebühren zahlen. Ebenso nicht zahlen müssen Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die bis zum Inkrafttreten des Gesetzes am 9. Mai 2017 ein Stipendium eines öffentlich finanzierten Stipendiengebers schriftlich zugesagt bekommen haben. Dies gilt für den Studiengang, in dem entsprechende Personen unmittelbar nach Stipendienzusage erstmals immatrikuliert werden.

Folgende Internationale Studierende sind nicht gebührenpflichtig:

  1. Bildungsinländer/-innen (z.B. deutsches Abitur)
  2. Familienangehörige (Ehegatten/Ehegattinnen,  Kinder) von Staatsangehörigen der EU/des EWR nach § 3 Freizügigkeitsgesetz/EU
  3. Ausländer/-innen mit einer Niederlassungserlaubnis oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt/EU nach dem Aufenthaltsgesetz
  4. Ausländer/-innen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland und einer Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären, politischen, familiären und sonstigen Gründen mit guter Bleibeperspektive (z. B. Asylberechtigte, im Inland anerkannte Geflüchtete nach der Genfer Flüchtlingskonvention oder bei Familiennachzug zu Deutschen oder zu Ausländer/-innen mit Niederlassungserlaubnis).
  5. Ausländer/-innen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, die sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten und eine bestimmte Aufenthaltserlaubnis (z. B. wegen eines Abschiebungsverbots oder eines anderen Ausreisehindernisses) besitzen.
  6. Geduldete Ausländer/-innen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland, die sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Inland aufhalten.
  7. Ausländer/-innen, die sich 5 Jahre im Inland aufgehalten haben und rechtmäßig erwerbstätig gewesen sind.
  8. Ausländer/-innen, von denen sich zumindest ein Elternteil während der letzten 6 Jahre vor Beginn des Studiums insgesamt 3 Jahre im Inland aufgehalten hat und rechtmäßig erwerbstätig gewesen ist.
  9. Ausländer/-innen mit einem abgeschlossenen Bachelor- und einem konsekutiven Masterstudium in Deutschland; eine Zweitstudiengebühr wird aber erhoben.
  10. Doktorandinnen und Doktoranden
  11. Erasmusstudierende
  12. Internationale Studierende, die im Rahmen von Vereinbarungen auf Landes-, Bundes- oder internationaler Ebene, die Abgabefreiheit garantieren, immatrikuliert werden (vgl. § 6 Abs. 1 S. 1 LHGebG)
  13. Internationale Kurzzeitstudierende, die im Rahmen eines Austauschprogramms der Albert-Ludwigs-Universität mit einer Partnerhochschule, das Gebührenfreiheit auf Gegenseitigkeit vorsieht, immatrikuliert werden.
    Hinweis: Sogenannte Freemover, das heißt Studierende, die ein selbstorganisiertes Kurzzeitstudium außerhalb eines Austauschprogrammes an der Universität Freiburg verbringen, sind gebührenpflichtig.
     

Von den Studiengebühren befreit werden können folgende Internationale Studierende:

  1. Beurlaubte Studierende, sofern der Antrag auf Beurlaubung vor Beginn der Vorlesungszeit gestellt wurde
  2. Studierende in einem Studiensemesters, in dem das Praktische Jahr nach § 1 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 der Approbationsordnung für Ärzte absolviert wird. Antrag auf Befreiung von den Studiengebühren für Internationale Studierende im Praktischen Jahr und oder Pflichtpraktikum
  3. Studierende in einem Praxissemesters, das fester Bestandteil der Studienordnung und der Regelstudienzeit ist. Achtung: Wenn Sie beabsichtigen, ein freiwilliges Praktikum zu absolvieren, das nicht fester Bestandteil Ihrer Studienordnung ist, können Sie nur von den Studiengebühren befreit werden, sofern Sie rechtzeitig ein Urlaubssemester beantragt haben (siehe 1.). Antrag auf Befreiung von den Studiengebühren für Internationale Studierende im Praktischen Jahr und oder Pflichtpraktikum
  4. Studierende mit einer erheblich studienerschwerenden Behinderung nach § 2 SGB IX
  5. Ausländer/-innen mit einer Aufenthaltsgestattung und Staatsangehörigkeit eines Landes mit sogenannter guter Bleibeperspektive 
  6. Studierende im Rahmen von Hochschulkooperationen auf Landes-, Bundes- oder internationaler Ebene, die keine Gebührenpflicht vorsehen. Von der Gebühr ausgenommen sind außerdem Studierende in internationalen Kooperationsstudiengängen, die verpflichtende Studienaufenthalte an einer Partnerhochschule vorsehen und zu einem gemeinsamen oder je einem Abschluss der beteiligten Hochschulen führt.

Wie genau erfahre ich, ob ich betroffen bin?

Wenn Sie sich zum Wintersemester für ein Bachelorstudium, ein Staatsexamensstudium oder ein konsekutives Masterstudium (weiterbildende, berufsbegleitende Masterstudiengänge sind davon ausgenommen) an der Universität bewerben und zugelassen werden, erhalten Sie eine gesonderte Zahlungsaufforderung (Gebührenbescheid) per Post. Sie bekommen zusätzlich auch einen vorgefertigtes Antragsformular mit Ihrer individuellen Bewerbungsnummer. Auf diesem Antragsformular ist aufgelistet, unter welchen Voraussetzungen Sie keine Studiengebühren zahlen müssen und welche Nachweise (Bescheinigungen, Aufenthaltstitel etc.) Sie hierfür vorlegen müssen. Diesen Antrag können Sie zur Prüfung bei der Universität einreichen. Anschließend erhalten Sie Nachricht, ob sie Gebühren zahlen müssen oder nicht.

Wenn Sie gebührenpflichtig sind, müssen Sie die Gebühren spätestens bis zum Ende der Einschreibefrist zahlen. Die Einschreibefrist für das Wintersemester 2019/2020 dauert vom 16. September bis 11. Oktober 2019.

Gebühren für ein Zweitstudium

Alle Studierenden, die ein zweites oder weiteres Studium in einem grundständigen Studiengang (Bachelor- oder Staatsexamensstudiengang) oder in einem zweiten oder weiteren konsekutiven Masterstudiengang nach einem in der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossenen Hochschulstudium aufnehmen, müssen Gebühren in Höhe von 650 Euro pro Semester bezahlen (weiterbildende, berufsbegleitende Masterstudiengänge sind davon ausgenommen). Hinzu kommen die bislang schon üblichen Semesterbeiträge.

Eine Zweitstudiengebühr wird nicht erhoben, wenn man bereits als internationale/r Student/in gebührenpflichtig ist. Im Ausland erworbene Hochschulabschlüsse bleiben unberücksichtigt.

Ausgenommen von der Gebührenpflicht ist ein Zweitstudium, das nach den berufsrechtlichen Regelungen für die Erlangung eines Berufsabschlusses erforderlich ist (z.B. Kieferchirurgie). Dasselbe gilt für das Studium eines Erweiterungsfaches im Rahmen eines Lehramtsstudienganges.

Von der Studiengebührenpflicht sollen befreit sein:

  • Beurlaubte Studierende, sofern der Antrag auf Beurlaubung vor Beginn der Vorlesungszeit gestellt wurde
  • Studierende in einem Praxissemester, das Bestandteil der Regelstudienzeit ist
  • Studierende mit einer erheblich studienerschwerenden Behinderung nach § 2 SGB IX
     

Der Studienfachwechsel innerhalb eines Studiengangs oder der Wechsel des gesamten Studiengangs ohne Abschluss wird nicht zur Erhebung einer Zweitstudiengebühr führen.

Studienbewerber/innen und Studierende sowie Studierende sind verpflichtet, die für eine Ausnahme oder Befreiung notwendigen Daten und Unterlagen spätestens bis zum Zeitpunkt der Immatrikulation bzw. Rückmeldung vorzulegen.
Antrag auf Befreiung von der Gebührenpflicht für ein Zweitstudium

Studiengebührenbefreiung von besonders begabten Internationalen Studierenden

gemäß der Satzung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg vom 05. März 2019
 

In jedem Jahrgang kann eine durch das Wissenschaftsministerium festgelegte Anzahl von Studierenden aufgrund der o.g. Satzung der Hochschule von den Studiengebühren befreit werden.

Bewerbung

  1. Bewerben können sich an der Albert-Ludwigs-Universität zugelassene Studierende, die ihr Studium an der Universität erstmalig aufnehmen und gebührenpflichtig sind.  
  2. Laut der Satzung müssen die Bewerbungen bis 15. September (Ausschlussfrist) des Jahres, in dem das Studium aufgenommen wird, bei der Universität eingehen.
    Die Frist wird voraussichtlich im September geändert, sodass Sie bis zum 31. Oktober (Ausschlussfrist) Ihre Bewerbung einsenden können..
  3. Das Bewerbungsformular muss gemeinsam mit allen geforderten Unterlagen im PDF-Format fristgerecht an die Emailadresse gesendet werden.
  4. Mit dem Antrag müssen mindestens die Zeugnisunterlagen sowie die Ausweisdokumente eingereicht werden. Weitere Unterlagen müssen Sie nur dann einreichen, wenn Sie soziale Kriterien geltend machen möchten.


Nach Ablauf der Frist wird die Auswahlkommission gemäß den Kriterien der Satzung über die Vergabe der Gebührenbefreiung entscheiden. Die Bewerberinnen und Bewerber erhalten die Information über die Annahme oder Ablehnung ihrer Bewerbung schriftlich / per Email.

Voraussetzung
Um von der Studiengebühr befreit zu werden, müssen die Bewerber eine besondere Begabung nachweisen:

  1. bei grundständigen Hauptfachstudiengängen durch Vorlage einer Hochschulzulassungsberechtigung mit einer Mindestnote von 2,8; bei Berücksichtigung des französischen Bildungssystems mit einer Mindestnote von 3,3;
  2. bei konsekutiven Masterstudiengängen durch hervorragende akademische Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,8; bei Berücksichtigung des französischen Bildungssystems mit einer Mindestnote von 3
  3. es wird das deutsche Notensystem zugrunde gelegt, ggf. wird die Note aus dem auf dem Zeugnis verwendeten Notensystem umgerechnet.

 

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an